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Pro Superstock 1000: Spannendes Saisonfinale in Hockenheim – Paul Fröde ist Champion 2026

Pro Superstock 1000: Spannendes Saisonfinale in Hockenheim – Paul Fröde ist Champion 2026

Mit einem großen Starterfeld, zahlreichen Gastfahrern und zwei abwechslungsreichen Rennen ging am Hockenheimring die Saison 2026 der Pro Superstock 1000 zu Ende. Beim fünften und letzten EURO-MOTO-Wochenende des Jahres trafen die permanent eingeschriebenen Piloten auf zahlreiche Gaststarter und sorgten für ein stark besetztes Saisonfinale.

Am Ende eines intensiven Rennjahres durfte vor allem einer feiern: Paul Fröde sicherte sich mit 205 Punkten den Gesamtsieg der Pro Superstock 1000 2026. Sheridan Morais beendete die Saison mit 184 Punkten auf Rang zwei, Max Zachmann wurde mit 168 Punkten Gesamtdritter.

Elf Gaststarter verstärken das Feld

Eine Besonderheit des Finalwochenendes war das große Feld an Gaststartern. Insgesamt gingen elf Gastfahrer in Hockenheim an den Start. Acht davon nahmen im Rahmen der eigens vom ADAC ausgeschriebenen WildCard Challenge (WCC) teil.

Die gemeinsam von ADAC und PS Track Events initiierte Aktion sollte erfolgreichen und in ihren jeweiligen Klassen weit vorne platzierten Fahrern die Möglichkeit geben, im professionellen und anspruchsvollen Umfeld der EURO MOTO wertvolle Erfahrungen zu sammeln und sich mit den etablierten Piloten der Pro Superstock 1000 zu messen.

Damit bot das Saisonfinale eine interessante Mischung aus erfahrenen Pro-Superstock-Piloten und Fahrern, die die Gelegenheit erhielten, sich auf diesem Niveau zu präsentieren.

Qualifying: Zachmann setzt das erste Ausrufezeichen

Im Qualifying setzte Max Zachmann die erste Bestmarke des Wochenendes. Der BMW-Pilot, der bereits am Nürburgring seine Stärke unter Beweis gestellt hatte, sicherte sich mit 1:27,223 Minuten die Pole Position.

Nur 0,235 Sekunden dahinter folgte Dominik Blersch, während Sheridan Morais mit 1:27,627 Minuten die aus drei Fahrern bestehende erste Startreihe komplettierte. Meisterschaftsleader Paul Fröde qualifizierte sich auf Position sieben.

Pech hatte dagegen Norick Tschauder. Der WCC-Teilnehmer stürzte im Qualifying und konnte dadurch keine für ihn repräsentative schnelle Runde mehr setzen. Der Sturz ist auch im offiziellen Zeitnahmeprotokoll vermerkt. Für Tschauder bedeutete dies eine schwierige Ausgangsposition und den Start aus dem hinteren Bereich des Feldes.

Rennen 1: Zachmann gewinnt – technisches Pech für Blersch

Im ersten Rennen am Samstag bestätigte Max Zachmann seine starke Form aus dem Qualifying. Über 14 Runden setzte sich der BMW-Pilot an der Spitze durch und holte sich den ersten Sieg des Finalwochenendes.

Mit einem Vorsprung von 7,560 Sekunden gewann Zachmann vor Sheridan Morais. Meisterschaftsleader Paul Fröde brachte seine Honda CBR1000RR-R auf Rang drei ins Ziel und sammelte damit weitere wichtige Punkte auf dem Weg zum Titel.

Ouri Bikkems folgte auf Position vier, Michael Ghilardi komplettierte die Top Five. Mit 1:27,114 Minuten ging auch die schnellste Rennrunde an Zachmann.

Bitter verlief der erste Lauf für Dominik Blersch. Nach seinem starken zweiten Platz im Qualifying musste er das Rennen aufgrund eines technischen Defekts vorzeitig beenden und die Box ansteuern.

Rennen 2: Morais schlägt zurück – Blersch auf dem Podium

Im letzten Rennen der Saison schlug Sheridan Morais zurück. Der Ducati-Pilot setzte sich im 14-Runden-Rennen durch und sicherte sich damit den letzten Rennsieg der Pro-Superstock-Saison 2026.

Max Zachmann blieb in Schlagdistanz und überquerte die Ziellinie lediglich 1,470 Sekunden hinter Morais als Zweiter.

Dahinter schrieb Dominik Blersch eine der Geschichten des Finalwochenendes. Nach seinem technischen Ausfall am Samstag meldete sich der BMW-Pilot am Sonntag eindrucksvoll zurück und belohnte sich mit Platz drei auf dem Podium.

Paul Fröde beendete den letzten Saisonlauf auf Rang vier, Manuel Schoewer komplettierte die Top Five.

Morais unterstrich seinen Sieg zusätzlich mit der schnellsten Rennrunde. Mit 1:26,987 Minuten setzte er die Bestmarke des zweiten Rennens.

WildCard Challenge: Krüger und Tschauder setzen sich durch

Auch für die Teilnehmer der WildCard Challenge ging es an beiden Renntagen um die beste Platzierung innerhalb der Gruppe.

Im ersten Rennen am Samstag war André Krüger der bestplatzierte WCC-Teilnehmer. Mit Gesamtrang 13 setzte er sich innerhalb der WildCard-Fahrer durch und zeigte bei seinem Einsatz im starken Pro-Superstock-Feld eine solide Leistung.

Am Sonntag ging diese Auszeichnung an Norick Tschauder – und seine Leistung war nach dem schwierigen Beginn des Wochenendes besonders bemerkenswert. Nach seinem Sturz im Qualifying und der daraus resultierenden schlechten Ausgangsposition kämpfte sich Tschauder im zweiten Rennen bis auf Gesamtrang acht nach vorne.

Damit war er nicht nur der bestplatzierte WCC-Teilnehmer in Rennen 2, sondern schaffte auch den Sprung in die Top Ten des gesamten Pro-Superstock-Feldes.

So gingen die beiden WCC-Erfolge beim Finale an zwei unterschiedliche Fahrer: André Krüger in Rennen 1 und Norick Tschauder in Rennen 2.

Jennifer Lehmann als einzige Dame im Feld

Beachtenswert war auch die Leistung von Jennifer Lehmann, die sich als einzige Dame im Starterfeld der Herausforderung beim Saisonfinale stellte.

Mit ihrer BMW M 1000 RR brachte sie beide Rennen ins Ziel. Im ersten Lauf belegte sie Gesamtrang 19, am Sonntag konnte sie sich steigern und beendete Rennen 2 auf Position 18.

Gerade die unterschiedlichen Leistungen der WCC-Teilnehmer unterstrichen den Grundgedanken des Projekts: Erfahrungen im professionellen Umfeld der EURO MOTO sammeln, sich mit einem hochkarätig besetzten Pro-Superstock-Feld messen und damit den nächsten Schritt in der persönlichen motorsportlichen Entwicklung gehen.

Paul Fröde ist Pro-Superstock-Champion 2026

Nach insgesamt zehn Saisonrennen stand schließlich der Gesamtsieger fest: Paul Fröde krönte seine starke Saison mit dem Titel in der Pro Superstock 1000 2026.

Mit 205 Punkten setzte sich der Honda-Pilot von Holzhauer Racing Promotion in der Endabrechnung gegen Sheridan Morais durch. Der Portugiese beendete die Saison auf seiner Ducati Panigale V4R mit 184 Punkten auf Rang zwei.

Max Zachmann komplettierte nach einem besonders starken Saisonfinale mit 168 Punkten die Top Drei der Gesamtwertung. Dahinter folgten Ouri Bikkems mit 102 und Manuel Schoewer mit 100 Punkten.

Fröde zeichnete sich über die gesamte Saison vor allem durch seine Konstanz aus. In den zehn Rennen sammelte er vier Siege und zahlreiche weitere Podiumsplatzierungen. Beim Finale in Hockenheim reichten ihm die Plätze drei und vier, um den Gesamtsieg endgültig perfekt zu machen.

Ein würdiger Abschluss der Saison 2026

Mit dem Hockenheim-Wochenende ging eine intensive und abwechslungsreiche Pro-Superstock-Saison 2026 zu Ende. Das große Starterfeld, die zahlreichen Gastfahrer, die WildCard Challenge und zwei spannende Rennen sorgten noch einmal für einen gelungenen Abschluss.

Während Max Zachmann und Sheridan Morais die beiden letzten Rennsiege des Jahres unter sich aufteilten, durfte am Ende Paul Fröde den größten Erfolg feiern und sich zum Champion der Pro Superstock 1000 2026 krönen.

Gleichzeitig zeigte das Finale, wie wertvoll die Einbindung neuer Fahrer sein kann. Mit der WildCard Challenge erhielten erfolgreiche Piloten aus anderen Klassen die Möglichkeit, sich unmittelbar mit etablierten Pro-Superstock-Fahrern zu messen, Erfahrungen auf diesem Niveau zu sammeln und einen Einblick in die Serie zu erhalten.

Herzlichen Glückwunsch an Paul Fröde zum Gesamtsieg und ein großes Dankeschön an alle Fahrer, Teams, Partner, Unterstützer und Helfer für die Saison 2026!

Bildmaterial: Studio Dino Eisele

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