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Pro Superstock 1000 - Most am Limit

Pro Superstock 1000 - Most am Limit

Glutofen Most: Fröde und Morais prägen ein spektakuläres Pro-Superstock-1000-Wochenende

Der Pro Superstock 1000 sorgte am vergangenen Wochenende im tschechischen Most für Motorsport auf höchstem Niveau. Doch nicht nur die packenden Duelle auf der Strecke bestimmten die Veranstaltung – vor allem die extremen Temperaturen machten Fahrern und Material schwer zu schaffen. Bei über 40 Grad Lufttemperatur und stellenweise mehr als 70 Grad Asphalttemperatur wurde das Rennwochenende zu einer echten Hitzeschlacht. Beide Rennen wurden per Livestream übertragen und boten den Fans vor Ort und an den Bildschirmen erstklassigen Motorradrennsport.

Bereits im Qualifying setzte Paul Fröde (Holzhauer Racing Promotion) ein Ausrufezeichen und sicherte sich die Pole-Position vor Sheridan Morais und Max Zachmann. Weniger glücklich verlief die Zeitenjagd für Udo Reichmann. Der BMW-Pilot wurde von einem technischen Defekt ausgebremst und musste das Rennwochenende vom Ende des Starterfeldes in Angriff nehmen.

Rennabbruch nach Sturz von Kirill Müller

Das erste Rennen am Samstagnachmittag wurde früh von einem schweren Zwischenfall überschattet. Nach einem Sturz von Kirill Müller musste die Rennleitung die rote Flagge zeigen und das Rennen unterbrechen. Der Yamaha-Pilot zog sich dabei Verletzungen zu und musste das Wochenende vorzeitig beenden. Aus dem Fahrerlager gibt es jedoch positive Signale, dass Müller bereits beim nächsten Lauf in Assen wieder an den Start gehen möchte.

Nach der Unterbrechung wurde das Rennen über eine verkürzte Distanz von fünf Runden neu gestartet.

Im Re-Start lieferten sich Paul Fröde und Sheridan Morais ein packendes Duell um den Sieg. Nach fünf intensiven Runden setzte sich Fröde mit lediglich 0,079 Sekunden Vorsprung gegen den Portugiesen durch und feierte seinen dritten Saisonsieg.

Für Dramatik im Kampf um die Podestplätze sorgte ein Sturz von Max Zachmann kurz vor Rennende. Der BMW-Pilot lag aussichtsreich auf Podiumskurs, schied jedoch aus und musste seine Hoffnungen auf einen Spitzenplatz begraben. Davon profitierte Manuel Schoewer, der Rang drei erbte und sich über sein erstes Podium der Saison freuen durfte.

Die weiteren Top-Platzierungen gingen an Ouri Bikkems, Marc Neumann und Julius Ilmberger. Udo Reichmann zeigte nach seinem technischen Rückschlag eine starke kämpferische Leistung und sammelte als Elfter noch wichtige Meisterschaftspunkte.

Hitzeschlacht am Sonntag

Auch am Sonntag standen die extremen Wetterbedingungen im Mittelpunkt. Aufgrund der außergewöhnlich hohen Temperaturen entschieden sich die Verantwortlichen, das zweite Rennen vorsorglich um zwei Runden zu verkürzen, um die Belastung für Fahrer und Material zu reduzieren.

Trotz der schwierigen Bedingungen entwickelte sich erneut ein hochklassiges Rennen an der Spitze. Paul Fröde übernahm früh die Führung und kontrollierte das Geschehen bis ins Ziel. Sheridan Morais hielt den Druck über die gesamte Distanz hoch, musste sich aber letztlich um 2,532 Sekunden geschlagen geben.

Max Zachmann meldete sich nach seinem Ausfall am Vortag eindrucksvoll zurück und sicherte sich als Dritter einen Platz auf dem Podium. Dahinter komplettierten Dominik Blersch und Manuel Schoewer die Top Fünf.

Meisterschaft spitzt sich zu

Nach zwei von fünf Veranstaltungen bleibt Paul Fröde mit 95 Punkten Spitzenreiter der Gesamtwertung und baut seinen Vorsprung weiter aus. Sheridan Morais folgt mit 75 Punkten auf Rang zwei, während Max Zachmann mit 52 Zählern den dritten Meisterschaftsplatz behauptet. Manuel Schoewer und Ouri Bikkems komplettieren die Top Fünf der Gesamtwertung.

Der Livestream der Rennen ist weiterhin online abrufbar:
Rennen 1 Samstag
https://www.youtube.com/watch?v=ArgyPDQigSE
Rennen 2 Sonntag
https://www.youtube.com/watch?v=xNsQGmFhADQ

Das Wochenende in Most hat einmal mehr gezeigt, dass der Pro Superstock 1000 für hochklassigen und spektakulären Motorradsport steht. Nach einer wahren Hitzeschlacht richtet sich der Blick nun auf den nächsten Saisonlauf im niederländischen Assen, bei dem die Meisterschaft in die nächste spannende Runde geht – und wo auch Kirill Müller auf seine Rückkehr ins Starterfeld hofft.

 

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